1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
 
 
Bewertung:
 
 
111 Besucher online

Skitourengehen mit Rücksicht auf Wildtiere und Wald

25.03.2008
Gemeinsame Aktion Forst - Jagd - Alpenverein im Wattental


Forst, Jagd und Alpenverein haben im Wattental gemeinsam eine beispielhafte Aktion zum Schutz von Natur und Wild gestartet. Bundesforste, Bezirksforstinspektion Steinach, OeAV, Alpenverein Hall, Jägerverband, Bundesheer TÜPl Walchen-Lizum und Tourismus Region Hall-Wattens nehmen sich der Problematik des Skitourengehens im Bereich Walchen an und bitten Rücksicht auf Wildtiere und Wald zu nehmen.

So schön und erlebnisreich Skitourengehen in unberührter Winterlandschaft auch ist, so sollte beim Ausüben dieser Sportart Verständnis und Rücksicht für den Wald und die Wildtiere immer ein Begleiter sein. Um Störeinflüsse auf die Wildtiere und Schäden an den Jungbäumen zu vermeiden, sollten die Tourengeher/innen nur die auf den Hinweistafeln gekennzeichnete Aufstiegs- und Abfahrtsroute benützen und Fütterungsstellen umgehen/umfahren.

Der Zirben- und Fichten-Schutzwald im Wattental, zwischen Stieralm und Melang- (Lann-) Almen, schützt Menschen und Siedlungen vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Ein junger Baum benötigt in diesen Höhenlagen mindestens 30 Jahre, bis er im Wald wirksame Schutzfunktion übernehmen kann. Durch Skikanten verursachte Schäden am Jungwald können später den Verlust der Schutzfunktion des Bergwaldes bedeuten.

Alpenverein

Hinweistafel von Forst, Jagd, Alpenverein, für Skitourengeher in Walchen/Wattental, noch rechtzeitig für den Frühjahrsskilauf montiert. Im Bild (vlnr.): Josef Essl (OeAV), Christian Rehrl (Bezirksforstinspektion Steinach), Ferdinand Rohrmoser (Ö. Bundesforste), Berufsjäger Hr. Schönwiese, Gerald Aichner (Alpenverein Hall), Foto: Alpenverein Hall

Das Skitourengebiet rund um die Melang Almen ist auch Lebensraum für Wildtiere, wie Gams-, Reh- und Rotwild sowie Schnee-, Birk- und Auerhuhn. In harten Wintermonaten schränken diese Tiere ihre Aktivitäten auf das Notwendigste ein und benötigen deshalb ungestörte Rückzugsgebiete. Beunruhigtes Reh- und Rotwild, das aus dem Fütterungsbereich vertrieben wird, kann durch Verbiss- und Schälschäden an den Bäumen große Schäden im Schutzwald verursachen und ihn in seiner Schutzfunktion sehr schwächen.

Pressemitteilung
Gerald Aichner
OeAV-Sektion Hall in Tirol
www.alpenverein.at/hall-in-tirol

 
 
 

Powered by Weblication® CMS

Generiert in 3.737 Sekunden mit 53.77 MB Speicher