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Tourengeher-Lenkung im Wattental: Neuer Folder

26.01.2009 - Skitourengeher nehmen Rücksicht auf Wild und Wald Gemeinsame Aktion Forst - Jagd - Alpenverein im Wattental 

Forst, Jagd und Alpenverein haben im Wattental gemeinsam eine beispielhafte Aktion zum Schutz von Natur und Wild gestartet. Skitourengehen als schöne erlebnisreiche Sportart in unberührter Landschaft erfordert als Fairness Verständnis wie Rücksicht für Wald und Wildtiere. Darüber informiert ein neuer Folder, den Bezirksforstinspektion Steinach, Bundesforste, OeAV und Alpenverein Hall, Jägerverband, Bundesheer TÜPl Walchen-Lizum und Tourismusregion Hall-Wattens aufgelegt haben. Diese Institutionen haben sich gemeinsam der Problematik des Skitourengehens im Bereich Walchen/ Wattental angenommen. 

Um Wildtiere nicht zu stören und Schäden an Jungbäumen zu vermeiden, sollten Tourengeher/innen nur die gekennzeichneten Aufstiegs- und Abfahrtsrouten benützen, die im Gelände auf den Hinweistafeln dargestellt sind. Fütterungsstellen sollten umgangen/umfahren werden. 

Skitouren

Hinweistafel von Forst, Jagd, Alpenverein, für Skitourengeher in Walchen/Wattental, ergänzt durch neuen Folder (vlnr.): Josef Essl, Christian Rehrl (Bezirksforstinspektion Steinach), Ferdinand Rohrmoser (Bundesforste), Berufsjäger Hr. Schönwiese, Gerald Aichner (Alpenverein Hall) Foto: Alpenverein Hall 

Der Zirben- und Fichten-Schutzwald im Wattental, zwischen Stieralm und Melang- (Lann-) Almen, schützt Menschen und Siedlungen vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Ein junger Baum benötigt in diesen Höhenlagen mindestens 30 Jahre, bis er im Wald wirksame Schutzfunktion übernehmen kann. Durch Skikanten verursachte Schäden am Jungwald können später den Verlust der Schutzfunktion des Bergwaldes bedeuten. 

Das Tourengebiet um Melang ist Lebensraum für viele Wildtiere, wie Gams-, Reh- und Rotwild sowie Schnee-, Birk- und Auerhuhn. Im Winter drosseln die Tiere ihre Aktivitäten auf das Notwendigste, sie brauchen daher ungestörte Rückzugsgebiete. Beunruhigtes Wild, das aus dem Fütterungsbereich vertrieben wird, kann durch Verbiss- und Schälschäden an den Bäumen große Schäden im Schutzwald verursachen und ihn in seiner Schutzfunktion sehr schwächen. Faire Tourengeher denken daran und handeln danach. 

Oesterreichischer Alpenverein
Gerald Aichner
Alpenverein Hall in Tirol
www.glungezer.at  

 
 
 

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