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Wärmende bzw. kühlende Wendejacke aus Hall

25.04.2013
Tradition trifft auf extreme Moderne - Erfinder der wärmenden bzw. kühlenden Wendejacke eröffnet Ideenwerkstatt in Hall und eine Forschungsstation am Glungezer. 

Einst wurde in der Mustergasse 5 der "Vielhaber-Ski" entwickelt und produziert. Heute finden der Industriedesigner Michele Stinco und seine Partnerin Elisabeth Frey im urigen Ambiente des Altstadthauses samt Werkstatt ideale Bedingungen vor, um ihr Projekt und Unternehmen weiterzuentwickeln. Das Dreilagen-Laminat mit der Bezeichnung "polychromeLAB®", welches die Grundlage für die Wendejacke bildet, entstand in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Kooperationspartnern. Dank seiner speziellen Struktur wärmt oder kühlt die nur 449 Gramm leichte Jacke samt Kapuze durch Lichtabsorption bzw. Lichtreflexion, je nachdem, ob die schwarze oder die silberne Seiten außen getragen wird. Das Material unterstützt dadurch den Körper effektiv bei der Temperaturregulierung und erspart eine zusätzliche Bekleidungsschicht. Zudem ist polychromeLAB® wasserdicht und winddicht und verfügt über eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit, so dass Schweiß gut nach außen entweichen kann. 

Wendejacke

Elisabeth Frey und Michele Stinco im polychromeLAB in der Mustergasse in Hall in Tirol


In der Branche ist man bereits auf polychromeLAB® aufmerksam geworden. Es wurde u.a. mit dem renommierten ISPO Brandnew Award für die spannendste Produktneuheit 2012 ausgezeichnet und holte sich darüber hinaus eine Nominierung zum Staatspreis Design 2011, den OutDoor Industry Award und Gold beim iF material design award. Die Idee zur einlagigen Jacke für unterschiedliche Wetter- und Temperaturbedingungen kam dem begeisterten Outdoor-Sportler Michele Stinco in den Tiroler Bergen, der aber erklärt: "Kreativität ist zwar wichtig, aber entscheidend ist die Technik. Die unabhängigen Labor-Testwerte für das Laminat sind hervorragend. Noch wichtiger sind mir allerdings die Resultate der Praxistests." Und diese führen ihn seit Wochen beinahe täglich auf den Haller Hausberg, den Glungezer, quasi das zweite "Büro" für das kreative Duo. Dort entsteht ein Forschungszentrum in Kooperation mit dem OEAV Sektion Hall samt Wetterstation und Webcam. Tests zu UV- und Ozonwerten können von hier aus über die Dauer eines Jahres aufgezeichnet und analysiert werden.

Zudem wurden Puppen am Forschungszentrum installiert, um besser beobachten zu können, wie sich UV-Strahlung auf Gewebe, Innentemperatur und Nutzer auswirkt. "Angewandte Forschung nennt sich das, und mit einem kleinen Büro dort oben haben wir alles, was wir brauchen", freut sich Michele Stinco. Die Weichen von der Idee über die Produktion und schließlich zum erfolgreichen Geschäftsmodell samt Internethandel ab April 2013 werden vom gelernten Textilbetriebswirt aber in der Mustergasse gestellt: "Die Entscheidung auf Hall fiel einerseits wegen der geografischen Lage, aber auch wegen des kreativen Geistes in der Stadt. Zudem bietet die zentrale Ausgangslage ideale Möglichkeiten und kurze Wege einerseits in die Natur und andererseits in größere Städte wie Innsbruck oder München." 

Mehr über das Unternehmen und das Forschungsprojekt unter www.polychromelab.com .

 
 
 

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