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ASFINAG Alpenstraßen GmbH

15.04.2009
Das ASFINAG - Bauprogramm für Tirol 2009 

(ASFINAG). Die ASFINAG investiert 2009 115 Mio. € in den Ausbau und in die Erhaltung des hochrangigen Straßennetzes in Tirol. Dafür entfallen allein rund 65 Mio. € in Erhaltungsmaßnahmen sowie Projekte im Bereich elektromaschinelle Erhaltung. "Besonderes Augenmerk dabei liegt heuer am Beginn der Arbeiten zum Sicherheitsausbau und Umweltschutz Innsbruck-Amras", bestätigen die Geschäftsführer Klaus Fink (ASFINAG Alpenstraßen GmbH) und Gernot Brandtner (ASFINAG Bau Management GmbH). "Nach einer konzernweiten Umstrukturierung zeichnet für die Umsetzung des Projekts Innsbruck-Amras die Bau Management GmbH verantwortlich", erklärt Fink. Dabei wurden konzernweit ähnliche Agenden - wie eben sämtliche Bauagenden - bei einer Tochterfirma gebündelt, um mit schlankeren Strukturen effizienter arbeiten zu können. "Gerade die Umsetzung von Innsbruck-Amras ist von der Logistik her ein wichtiges und intensives Unterfangen", erklärt Brandtner, "dieses Projekt wird unter Verkehr gebaut - auf dem am meist befahrenen Abschnitt in Tirol." Als Teil des Konjunkturpakets wurden die Erhaltungsmaßnahmen auf der A 12 Inntal Autobahn im Bereich Telfs-Pettnau zeitlich vorgezogen - diese wären eigentlich erst 2012 geplant gewesen. Diese Arbeiten werden am 20. April des heurigen Jahres beginnen. Dabei werden knapp 8 Mio € in das Projekt bereits in diesem Jahr investiert. 

Eine enge Abstimmung pflegt die ASFINAG bei sämtlichen Projekten mit dem Land Tirol und den kommunalen Einrichtungen. Für LHStv Anton Steixner ist dabei das Projekt Innsbruck-Amras ein besonderes Anliegen: "Die Einhausung Innsbruck-Amras ist für das Land Tirol von besonderer Bedeutung, da die lärmgeplagten Anrainer dadurch spürbar entlastet werden. Aus diesem Grund beteiligt sich das Land Tirol mit 2,7 Mio. Euro an den Kosten der Einhausung. Darüber hinaus begrüße ich natürlich grundsätzlich die Verbesserungen des Lärmschutzes entlang des Autobahnnetzes und unterstütze Planungen neuer Anschlussstellen dort, wo sie sinnvoll und notwendig sind. Die Zusammenarbeit mit der ASFINAG ist dabei vorbildlich und funktioniert stets einwandfrei." 

Optimiertes Baustellenmanagement
Ein wesentliches Augenmerk wurde auch 2009 auf ein optimiertes Baustellenmanagement gelegt. "Es werden bei allen Projekten, wo es möglich ist, zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung trotz Baumaßnahmen aufrecht erhalten", erklärt Fink. Die Koordination zwischen den jeweiligen Baumaßnahmen sowie mit den Behörden, dem Land Tirol und der Exekutive ist ein essentieller Bestandteil der Umsetzung dieser Maßnahme. "Zu jeder Baumaßnahme gibt es mehrere Abstimmungstreffen zwischen den jeweiligen Organisationen. Verkehrsverhandlungen und eine aktive Informationsverbreitung an Öffentlichkeit, Pendler und Autofahrer gehören hier ebenfalls dazu." Das Kundencenter der ASFINAG steht bei Fragen und Anregungen zum Tätigkeitsbereich der ASFINAG Rede und Antwort und versucht, Kunden schnellstmöglich auch über mögliche Verkehrsbehinderungen auf dem hochrangigen Straßennetz zu informieren. Eine laufende Kontrolle und Überwachung der Qualität, Sicherheit und Umsetzung der Baustellen wird durch die Durchführung von Baustellen-Audits und -Tests gewährleistet. Ein kundennahes Qualitätsmanagement innerhalb des ASFINAG-Konzerns wirft ein Auge auf Anliegen, Wünsche und Anforderungen der Kunden. 

Einbeziehen von Kundenparameter ins Bauprogramm
Baustellen sind für Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen verbunden, jedoch aufgrund der Erhaltungsmaßnahmen notwendig. Deswegen wurden neben einem optimierten Baustellenmanagement auch mehrere Kundenparameter bei der Planung von Baustellen zugrunde gelegt. "Die Festlegung maximaler Baustellenlängen sowie eine klar definierte Höchstanzahl von gleichzeitig aktiven Baustellen innerhalb eines Streckenabschnittes gehören hier genauso dazu wie ein prognostizierter Zeitverlust, der innerhalb einer Strecke durch Baustellen nicht überschritten werden darf", erklärt Fink. Dadurch wird Baustellenmanagement effizienter und die Sicherheit auf Baustellen erhöht. 

Neubau: 2. Röhre Roppener Tunnel und Tschirganttunnel
"Verkehrssicherheit ist uns wichtig. Wir wollen die Unfallzahlen weiter senken und tätigen dafür große Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen", bestätigt Brandtner. Der Bau von zweiten Tunnelröhren wie beim Roppener Tunnel gehört zu diesen Maßnahmen. 

Zweite Röhre Roppener Tunnel: 
Die Bauarbeiten sind nahezu abgeschlossen. Im Westvortrieb wurden 2.046 m und im Ostvortrieb 2.944 m des insgesamt 4.990 lfm langen bergmännischen Tunnels in nicht ganz einem Jahr aufgefahren. Die Sprengarbeiten wurden mit Ende März 2008 fertig gestellt. Die 23 herzustellenden Querschläge sind bis zur Innenschale Bestandsröhre aufgefahren. Mit 31.10.2008 wurden die Bauarbeiten für die Montagebereitschaft Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen abgeschlossen. In den Vorportalbereichen laufen Erd-, Straßenbau- und Entwässerungsarbeiten planmäßig bis März 2009. Derzeit erfolgt der Stahlbau am Ostportal, Ende April 2009 werden die Arbeiten am Westportal beginnen. In der Bestandsröhre wurde die Zustandserfassung (Beschichtung und Entwässerung) abgeschlossen. Die erforderlichen Maßnahmen wurden erarbeitet. 

Anschließend an die Verkehrsfreigabe der neuen zweiten Röhre erfolgt die Adaptierung und Sanierung der 1. Röhre mit vorgesehener Verkehrsfreigabe und damit Vollbetrieb im Richtungsverkehr im Dezember 2010. 

Gesamtprojektkosten (2. Röhre): EUR 115,9 Mio.
Baubeginn: 29.07.2006
Verkehrsfreigabe für 2. Röhre: Ende September 2009
Gesamtkosten (inkl. Sanierung Bestandsröhre) EUR 130 Mio. 


Daten und Fakten zur zweiten Röhre Roppener Tunnel: 
• Fluchtwegmöglichkeiten alle 212 m
• Je Röhre 7 Abstellnischen alle 636 m (Abstand bedingt durch Bestandsröhre)
• 1 FQ (befahrbare Querschläge)
• 6 EQ (mit Einsatzfahrzeugen befahrbare Querschlag)
• 16 GQ (begehbare Querschläge)
• Fahrbahn mit Betondecke
• Entwässerungssystem mittels Trennsystem (Trennung von Bergwasser und Schmutzwasser)
• Löschwasserversorgung aus Hochbehälter durch Ringleitung
• Videodetektion
• Absaugende Lüftung mit 53 Abluftklappen 3x3m (ca. alle 90m)
• Brandmeldekabel
• 24 Notrufnischen
• 32 + 7 Feuerlöschnischen
• Helle Beleuchtung
• Selbstleuchtende Straßenbegrenzungen (LED)


Tschirganttunnel: (A 12 Inntal Autobahn: Abschnitt Haiming-Nassereith)
Die Einreichung zum UVP-Verfahren und zum §-4-Verfahren erfolgte am 14.05.2008. Bezüglich des eingereichten UVP-Projektes fanden mehrere Besprechungen mit den Sachverständigen der Behörde in Anwesenheit der Behördenvertreter des BMVIT, sowie den Fachbeitragserstellern und der ASFINAG statt. Am 30.03.2009 erfolgte die Einreichung der verbesserten Unterlagen beim BMVIT. 

Nun werden für heuer noch einige formale Schritte erfolgen wie etwa eine öffentliche Auflage der Unterlagen bei den Standortgemeinden Haiming, Tarrenz, Nassereith, dem Land Tirol und dem Umweltanwalt. Nach Erstellung des Gesamtgutachtens und dem Einhalten sämtlicher Fristenläufe wird die notwendige mündliche Verhandlung für den Spätherbst 2009 aus derzeitiger Sicht erwartet. Der geplante Baubeginn für den Erkundungsstollen nach derzeitigem Stand ist 2011, für den Haupttunnel 2013. Die geplante Verkehrsfreigabe (nach derzeitigem Planungs- und Projektstand) ist 2016. 

Innsbruck-Amras in den Startlöchern
Bei den wichtigsten Maßnahmen im Streckennetz der ASFINAG Alpenstraßen GmbH spielt der Sicherheitsausbau und Umweltschutz Innsbruck-Ost - Knoten Amras die wohl größte Rolle. Voraussichtlicher Baubeginn für diese Maßnahmen ist für Ende Mai 2009 geplant. Für den Herbst 2011 ist die geplante Verkehrsfreigabe in diesem Bereich vorgesehen. Umgesetzt wird die Maximalvariante der Einhausung mit einer Länge von 910 Metern. Angrenzend an die Portale werden umfangreiche Schutzmaßnahmen in Form von Lärmschutzwänden errichtet, die der "Dienstanweisung - Lärmschutz an Bundesstraßen 2006" entsprechen. An den Kosten der Einhausung beteiligen sich Land Tirol und Stadt Innsbruck mit insgesamt 5,4 Mio €. Die Gesamtkosten für sämtliche Maßnahmen in diesem Bereich belaufen sich auf 53,8 Mio. €. Derzeit werden noch Verhandlungen mit zwei Grundeigentümern geführt, um auch hier noch im Rahmen des Enteignungsverfahrens eine gütliche Einigung herstellen zu können. Während der Bauzeit in den nächsten beiden Jahren werden jeweils zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung aufrecht gehalten. "Das verlangt eine planerische und logistische Höchstleistung", ist sich Brandtner sicher. 

Zu den wesentlichsten Erhaltungsmaßnahmen 2009 in Tirol zählen die Brücken- und Belagsanierung im Bereich Kufstein auf der A 12 Inntal Autobahn (beide Richtungsfahrbahnen, umfangreiche Sanierungsmaßnahmen vom Belag bis zur Adaptierung der Leiteinrichtungen) sowie die Belag- und Brückensanierung zwischen Pettnau und Telfs (beide Richtungsfahrbahnen, 1 Fahrstreifen pro Fahrtrichtung während der Bauarbeiten). Bereits im Gang sind die Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Westabfahrt Innsbruck. Hier wird halbseitig auf der Rampe gearbeitet - dadurch wurde die Aufrechterhaltung des Pkw-Verkehrs ermöglicht. "Lkw müssen jedoch die anderen Anschlussstellen von Innsbruck, bei denen eine Befahrung erlaubt ist, benutzen, da aufgrund der limitierten Breite eine Befahrung der Westabfahrt bis Anfang Juli nicht möglich ist", erklärt Brandtner. Fink appelliert dahingehend an die Lkw-Fahrer, die Hinweisschilder auf Fahrverbot auf der Westabfahrt zu beachten, um Bergungen und daraus resultierende Behinderungen zu vermeiden. 

Im Bereich Lärmschutz werden heuer die Projekte Stans Ost und West (zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung während der gesamten Bauzeit, bestehende Lärmschutzwände werden in Abstimmung mit der Brenner-Eisenbahn-Gesellschaft ersetzt sowie zusätzliche Wände errichtet) und Vomp - Abschnitt Dorf (zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung während der gesamten Bauzeit, wesentliche Reduktion der Gebäudeöffnungen mit Grenzwertüberschreitungen) umgesetzt. 

Sonderprojekt Verkehrskontrollplatz Brennerpass  
"Der Bau von weiteren Verkehrskontrollplätzen wird seitens der ASFINAG in Kooperation mit den Ländern und Exekutive forciert, um schlecht ausgerüstete und überladene Lkw zu identifizieren, auszusortieren und dadurch die Verkehrssicherheit für andere Verkehrsteilnehmer zu erhöhen", erklärt Brandtner. In Tirol laufen seit September 2008 die Arbeiten für den Bau der Umkehrschleife im Bereich Brenner (ehemaliger Zollamtsplatz) zur Errichtung eines Verkehrskontrollplatzes in diesem Bereich. Daran anschließend ist für 2009 der Abbruch des Altbestandes des Zollamtsplatzes vorgesehen, um die Räumlichkeiten und Einrichtungen für den geplanten Verkehrskontrollplatz zu schaffen. Im Projekt enthalten ist die Errichtungen einer dynamischen Wegweisung inklusive einer dynamischen Vorverwiegung vorgesehen, um eine effiziente Abfertigung von Lkw im Rahmen der Kontrolltätigkeit zu garantieren. Eine Betreibergesellschaft für die Umsetzung und Betrieb des dort geplanten Nachnutzungskonzeptes - Gastronomie und Tankstelle - ist bereits gefunden. Die Einreichung zu den notwendigen Behördenverfahren sowie Eingliederung der Nachnutzung in das Gesamtkonzept sollen noch in diesem Jahr erfolgen. 

Wichtigsten Erhaltungsmaßnahmen im Überblick:  
A 12 Inntal Autobahn
- Brücken und Belagsanierung Kufstein 15.04. bis 31.08. 2009 
- Belag- und Brückensanierung Telfs-Pettnau 20.04. bis 31.07. 2009 
- Sanierung Westabfahrt Innsbruck 06.03. bis 03.07. 2009 

A 13 Brenner Autobahn
- Sanierung Gschnitztalbrücke laufend bis 23.11. 2009 
- Sanierung Obernberger Talübergang 04.05. bis 09.10. 2009 
- Europabrücke: Sanierung Gehsteig u. Rückhaltesysteme 04.05. bis 03.07.2009 


S 16 Arlberg Schnellstraße
- Sanierung Malfonbachtunnel, Pettneuer Tunnel 14.04. bis 18.08.2009 

Für Wünsche, Reklamationen oder Anregungen zu Baustellen am österreichischen Autobahnen und Schnellstraßennetz steht das ASFINAG Service Center zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 0800 400 12 400  ist das Service Center von Montag bis Donnerstag 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr und am Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr für Sie erreichbar. Mautanfragen sowie Meldungen in Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit werden rund um die Uhr und auch an Wochenenden bearbeitet.  info@asfinag.at .

PRESSEAUSSENDUNG
Alexander Holzedl
Pressesprecher ASFINAG Alpenstraßen GmbH
www.asfinag.at

 
 
 

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