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Absamer Bäche müssen erhalten bleiben!

Haller Stadtwerke informieren die Öffentlichkeit bewusst falsch und unehrlich.

Mit Unverständnis und Befremden reagiert Absams Bürgermeister Arno Guggenbichler auf die Vorstandsaussagen der Hall AG zum geplanten Genehmigungsverfahren für den projektierten Bau eines Kraftwerkes am Weißenbach. „Wenn das Vorhaben in dieser Form umgesetzt wird, dann sind die Bäche in Absam trocken“, befürchtet er das Schlimmste. 

„Es wird hier der gesamte Wasserhaushalt unserer Region zerstört und ein nicht wieder gutzumachender Schaden angerichtet“, sieht Bgm. Guggenbichler das von den Haller Stadtwerken geplante Kraftwerk alles andere als umweltkonform. Die Argumente der Hall AG, dass dadurch eine ökologische Verbesserung eintreten würde, seien fadenscheinig, lächerlich und ganz einfach falsch. Denn das von den Haller Stadtwerken eingereichte Projekt (siehe Beilagen) sieht im Kapitel 5 des „gewässerökologischen Begleitkonzeptes“  vor, dass im Amtsbach, Baubach, Krippbachl, Moosbachl und Heiligkreuzer Feuerlöschbachl kein Wasser mehr rinnt. 

Absamer Baubach

Der Absamer Baubach (Foto: Gemeinde Absam)  

Die von den Haller Stadtwerken beantragte Wasserbeschickung im Weißenbach wäre zudem so gering, dass dieses natürliche Gewässerjuwel zu einem Rinnsal verkümmern würde. Wenn die Verantwortlichen der Hall AG eine ökologische Verbesserung mit dem Zustandekommen des Kraftwerkes versprechen, dann ist das Schönfärberei und ein Manipulationsversuch, um die Öffentlichkeit für das Projekt zu gewinnen. „Vielmehr basiert die Umsetzung dieses Projektes auf reine Gewinnmaximierung der Haller Stadtwerke ohne Rücksichtnahme auf die Naturzerstörung in der Nachbargemeinde. Es ist eine bodenlose Frechheit, wie hier vorgegangen wird“, findet der Absamer Ortschef harte Worte. 

Der energetische Mehrgewinn gegenüber der dzt. Stromproduktion steht in keiner Relation zur nicht mehr wieder gut zumachenden Schadensverursachung. Bei dem projektierten Kraftwerk handelt es sich um eine Quetsche, welche im Leistungsvergleich zu anderen Kraftwerken vollkommen unbedeutend ist. 

Aber auch die Haltung der Haller Stadtpolitik sorgt für Ärger beim Absamer Bürgermeister. „Hier versucht man, ohne Rücksichtsnahme auf die Argumente, Sorgen und Anliegen einer Nachbargemeinde darüberzufahren“, so Guggenbichler. 

Beim Bürgermeister findet das Angebot der Haller Stadtwerke, die Gemeinde Absam am Kraftwerk zu beteiligen, ebenfalls kein Interesse. „Wir lassen uns nicht kaufen und unsere Natur und unsere dorfgeschichtliche Entwicklung zerstören“, lehnt Guggenbichler diesen Vorschlag vehement ab und hofft, dass die Behörden beim Verhandlungsverfahren Mitte November 2008 dem Ansinnen der Haller Stadtwerke und der damit verbundenen Zerstörung von Natur und Absamer Kulturgut einen Riegel vorschieben und die Genehmigung verbieten. 

(Presseaussendung)
Gemeinde Absam
Bürgermeister Arno Guggenbichler

Weitere Infos:
Wasserwirschaftliche Änderungen - Auszug Kapitel 5
Stellungnahme Stadtwerke Hall

 
 
 

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